Der Rebschnitt steht an. Hier zeigt sich mal ein Vorteil des Einzelpfahls im Steilhang. Keine störenden Drähte behindern einen im Arbeitstempo. Die Sicht auf den Rebstock fast in Augenhöhe bietet die Möglichkeit den Rebstock alterungsfähig zurückzuschneiden … gezielte Schnitte, die Ausgewogenheit der verbleibenden Triebe, um den optimalen Saftfluss zu gewährleisten.
Dazu auch hier und da mal einen Zapfen im unteren Stammbereich stehen lassen, um den Rebstock im nächsten Jahr zu „verjüngen“ … mit der Handsäge. Das unterscheidet sich etwas vom derzeit oft propagiertem „sanften Rebschnitt“.
Meine Art des Rebschnitts habe ich von meinen Eltern übernommen, diese von ihren Eltern. Es hat sich bis dato bewährt. Wichtig ist den Verstand eingeschaltet zu lassen und nicht nur schnell, schnell und Rebschnitt an der Maßeinheit h/ha zu bemessen.
Rebschnitt mit Bedacht und Vernunft ist seit Generationen angesagt. Lange Rebenstandzeiten und gesunde Reben sind das Ziel.
